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Die andere Seite des Balaton

Auf der komplett anderen Seite des Balaton, rund 100 km von uns entfernt, liegt der Teil des Sees, an dem sich die meisten deutschen, niederländischen und belgischen Touristen niederlassen. Auch bei Ruheständlern ist diese Gegend beliebt, um sich ein ruhiges Plätzchen an der „ungarischen See“ zu kaufen. Wir haben uns dort vor zwei Jahren ebenfalls umgesehen, uns aber schließlich für die etwas teurere, dafür besser von Budapest aus erreichbare und für uns deutlich authentischere nordöstliche Seite entschieden.

Vor zwei Jahren hatten wir bereits die schöne Stadt Keszthely und den Kurort Hévíz besucht – beides absolute Empfehlungen. Der Kis-Balaton (Kleiner Balaton) und die Thermenhotels von Zalakaros waren für uns jedoch noch Neuland.

Beide Orte sind definitiv einen Besuch wert. Zwei Tage im Thermalwasser treiben lassen, Sauna, ausgiebiges Frühstück, Livemusik zum Tanzen und sogar eine große „Spielhalle“ – das Hotel Karos Spa bietet all das. Wir haben dort unser 10-jähriges Zusammensein gefeiert und es sehr genossen. Mehr als zwei Tage brauchen wir dort allerdings nicht. Die Gegend ist stark vom Massentourismus geprägt, mit mehreren riesigen Hotels und Busladungen ausländischer Gäste.

Der Kis-Balaton wird oft als Wanderparadies angepriesen. Es gibt tatsächlich schön angelegte Wege und viele (Wasser-)Vögel. Insgesamt wirkt das Gebiet jedoch sehr parkähnlich. Dadurch ist es gut geeignet für Rollatoren und Rollstühle, aber besonders beliebt bei Anglern. Wir bevorzugen etwas wildere Natur, aber für einen ruhigen, flachen Spaziergang ist es durchaus empfehlenswert.

Fazit

Wir fühlen uns sehr wohl auf unserer weniger touristischen Seite des Balaton. Dass wir keine Landsleute in der Nähe haben, motiviert uns umso mehr, uns wirklich zu integrieren und die Sprache zu lernen.

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